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Couchsurfing – günstig unterkommen und dabei Menschen kennenlernen

Forrest Gump bezeichnet im gleichnamigen Film das Leben als eine Pralinenschachtel: Man wisse schließlich nie, was man bekommt und ob die Praline lecker ist oder man lieber die danebenliegende hätte greifen sollen. Ähnlich ist es mit dem online-Netzwerk Couchsurfing: Man wählt eine Unterkunft und kann nicht zu 100% sicher sein, dass diese tatsächlich den eigenen Vorstellungen entspricht, doch fangen wir erst einmal von vorne an:

Couchsurfing.org ist eine soziale Internet-Plattform für Menschen, die kostengünstig reisen und dabei nette Kontakte zu anderen Weltenbummlern knüpfen möchten. Casey Fenton gründete im Jahr 2003 die Plattform weil er, wie er selbst sagt, die Welt kleiner machen wollte. So rief er das Netzwerk ins Leben, auf dem heute über drei Millionen Mitglieder eine Unterkunft anbieten und finden können. Beschränkungen gibt es wenige. Von der ranzigen Couch im Flur einer kroatischen Männer-WG bis hin zum Nobel-Apartment in New York ist so ziemlich alles dabei. Die Mitglieder können in ihren Profilen selbst angeben, ob sie eine Schlafmöglichkeit bieten oder sich nur als eine Art Fremdenführer zum Kaffee treffen wollen.

Wie funktioniert Couchsurfing?

Zunächst wird auf der Internetplattform ein persönliches Profil erstellt. Der Nutzer macht hierin Angaben zu Hobbys, Interessen, Beruf und Reisezielen. Jedes Mitglied entscheidet dann, welche Gastfreundschaft er anbieten möchte. Er kann als „Surfer“ nach Unterkünften suchen und diese selbst anbieten. Ob die Schlafgelegenheit eine Couch ist, eine Luftmatratze im Wohnzimmer oder ein eigenes Gästezimmer, bleibt hierbei völlig dem Mitglied selbst überlassen. Im Profil sollte jedoch eine detaillierte Beschreibung der angebotenen Dienste zu finden sein, damit der „Surfer“ weiß, worauf er sich einlässt. Ebenso kann der Nutzer auch die Option wählen, dass er lediglich für eine Stadtführung, ein Kaffeetreffen oder den Austausch von Informationen über das Reiseziel zur Verfügung steht. Ist die Anmeldung erfolgreich und das Profil aussagekräftig ausgefüllt, steht dem Surfer nichts mehr im Weg. Die Unterkunftsvergabe beruht im Prinzip auf der Absprache zwischen den Mitgliedern. Eine Garantie gibt es also nicht, es kam nach bisherigen Erkenntnissen jedoch sehr selten vor, dass ein Surfer tatsächlich einmal vor verschlossener Tür stand. Mit privaten Nachrichten über die Plattform und dem Austausch von E-Mail-Adressen und Telefonnummern setzen sich die Mitglieder miteinander in Verbindung. Eins ist klar: Couchsurfing ist immer kostenlos. Die Gastgeber dürfen von den Surfern keine Bezahlung verlangen. Gastgeschenke sind zwar nicht die Regel, kommen aber trotzdem bei den meisten Hosts gut an.

Ist Couchsurfing sicher?

Das Netzwerk tut einiges dafür, um Vertrauen unter den Mitgliedern zu schaffen. So können sich die User untereinander bewerten und ihre persönlichen Referenzen hinterlassen, nachdem sie einen Gastgeber in Anspruch genommen haben. Zudem gibt es eine Art Bürgschaftssystem, bei dem jeder Nutzer angeben kann, welchem anderen Mitglied er vertraut, beispielsweise weil er dort schon zu Gast war. Dieser bürgt dann im Prinzip für die Vertrauenswürdigkeit des anderen Nutzers. Um sicherzustellen, dass die Personen in den Profilen tatsächlich existieren und auch den richtigen Namen, Wohnort etc. angegeben haben, hat couchsurfing.org ein Verifizierungssystem entworfen. Diese Identitätsprüfung (Verifizierung) funktioniert mittels einer Zahlung mit der eigenen Kreditkarte. Der neu angemeldete User überweist einen Betrag an couchsurfing, diesen bekommt er auch nicht zurück, er dient der Finanzierung der Website. Die Höhe des Betrags ist festgelegt und richtet sich nach der Kaufkraft im Heimatland des Mitglieds. In Deutschland ist derzeit ein Betrag von 21,50 US-Dollar fällig. Nach der Zahlung dauert es einige Wochen, bis der User von couchsurfing eine Postkarte an seine genannte Adresse erhält. Auf diese befindet sich ein Code, der dann in das eigene Profil eingefügt werden muss. Damit ist die Identität bestätigt. Ein verifizierter Account ist also einmalig kostenpflichtig. Ohne Verifizierung kann man ebenso Nachrichten mit anderen Mitgliedern austauschen, ist jedoch in der Gesamtnutzung der Plattform eingeschränkt.

Ist Couchsurfing etwas für mich?

Wer Couchsurfing für die Reiseplanung und Unterkunftsfindung auswählt, lässt sich ohne Frage auf ein kleines Abenteuer ein. In den meisten Fällen sind die Reisenden und Gastgeber sehr zufrieden. Couchsurfer eint oft nicht nur das Bedürfnis, günstig zu reisen, sondern auch Erfahrungen mit Menschen aus den verschiedensten Kulturen zu machen. Der Tourist mit Hawaiihemd, Socken in Sandalen und schlechten Manieren wird seltener. Couchsurfer wollen individuell und persönlich ihre Reiseziele erkunden und von bis dahin fremden Menschen Insider-Informationen und spannende Reisegeschichten aus dem jeweiligen Land erfahren. Mittendrin, statt nur dabei, ist das Motto vieler Mitglieder. Die Zeiten in denen der Urlaub passiv in einem Hotel, abgeschottet von der wirklichen Kultur verbracht wurde, gehen langsam zu Ende. Couchsurfing ist dabei nicht nur etwas für jJunge Leute. Zwar liegtist das Durruchschnittsalter der Nutzer bei etwa 28 Jahren, jedoch melden sich auch immer mehr ältere Menschen zwischen 60 und 69 Jahren bei der Plattform an. Couchsurfing ist für jeden Reisenden geeignet, der bereit ist, sich auf fremde Kulturen und verschiedene Menschen einzustellen und aus jeder Situation Positives für sich und seine Reise zu ziehen.

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