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Die TOP 10-Sehenswürdigkeiten in Teheran 2017

 

Die meisten Länder weltweit sind touristisch erschlossen und auch exotische Ecken haben Liebhaber, die anstrengende und beschwerliche Reisen unternehmen, um sie zu entdecken. Seit der islamischen Revolution 1979, die im Iran die Zeitrechnung noch einmal auf Null gesetzt hat, ist das vorderasiatische Land im Tourismuskontext eher in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Das liegt zum einen an den restriktiven Einreisebedingungen, aber auch daran, dass freies touristisches Erkunden vor Ort quasi unmöglich ist.

Teheran als Hauptstadt blickt auf eine lange Geschichte zurück – bereits im 9. Jahrhundert gab es hier erste Siedlungen. Aufgrund der zentralen Lage war die Stadt immer wieder Anziehungspunkt für verschiedene Herrscher. Wer heute nach Teheran reist, kann historische Spuren verfolgen oder aber die zahlreichen modernen Sehenswürdigkeiten besichtigen, die die Stadt trotz der konservativen Staatsführung gerne und stolz Touristen aus aller Welt zeigt.

Golestanpalast

Protz und Prunk finden Besucher im ehemaligen Regierungssitz der Kadscharen. Der Golestanpalast gehört zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO und bezaubert Touristen immer wieder durch die üppigen Dekorationen im Inneren.

Besonderes Highlight: der mit Blattgold überzogene Thron der historischen Herrscher.

Kronjuwelenmuseum

Nicht weniger prachtvoll geht es im Kronjuwelenmuseum zu – auch hier finden wertvolle Edelsteine und Schmuckstücke einen angemessenen Ausstellungsrahmen. Das Kronjuwelenmuseum ist in dem Gebäude der Nationalbank untergebracht und lockt Besucher unter anderem mit Exponaten wie dem Darja-ye Nur-Diamant, der satte 182 Karat wiegt.

Imam-Chomeini-Moschee

Der Iran lebt nach schiitischen Glaubensregeln – dementsprechend sind auch die Moscheen schiitischer Ausrichtung. Die Imam-Chomeini-Moschee wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut und weist eine ganz charakteristische Architektur auf. Besuchern wird empfohlen, sich angemessen zu kleiden – die Moschee wird immer noch täglich für Gottesdienste genutzt.

Grabmal des Imam Chomeini

Schiiten unterscheiden sich von sunnitischen Kollegen in erster Linie durch den Glauben an die Imame. Kein Wunder also, dass Imam Chomeini als Heiliger verehrt wird und ein eigenes Mausoleum bekam, in dem nicht nur der Schrein aufbewahrt wird, sondern auch zahlreiche Plätze zum Beten und rituelle Akte eingerichtet wurden.

Azadi Tower

Der Platz, auf dem der Azadi Tower steht, war seinerzeit der Ausgangspunkt für die islamische Revolution. Mit einer Höhe von 45 Metern bietet er nach einer kurzen Fahrt mit dem Aufzug einen grandiosen Blick auf die Hauptstadt und die Region. Als Wahrzeichen von Teheran ist der Tower schon von Weitem sichtbar – optimal ist der Besuch auf der Aussichtsplattform an schönen Tagen, denn dann ist die Sicht am besten.

Großer Basar

Über 10 Kilometern Länge verteilen sich die Einkaufsmöglichkeiten auf dem großen Basar – er liegt im Süden der Stadt und bietet wirklich alles, was das Herz begehrt. In typisch orientalischer Weise haben sich die Händler nach Warengruppen sortiert – wer handeln kann, ist hier klar im Vorteil. Achtung: Am Freitag, dem islamischen Sonntag, ist der Markt komplett geschlossen!

Iranisches Parlament

Hier wird Politik gemacht – wenn auch nicht immer mit dem Einverständnis vom Rest der Welt. Das iranische Parlamentsgebäude ist abseits von den staatlichen Funktionen auch aus touristischen Gründen einen Besuch wert – das Gebäude ist architektonisch äußerst interessant und als Motiv für Erinnerungsfotos perfekt geeignet.

Niavaran-Palastkomplex

Nicht nur einer, sondern gleich mehrere Paläste sind im Komplex im Norden der Stadt vereint. Mehr als 20 Gebäude mit unterschiedlichem Baudatum bilden hier einen eindrucksvollen Einblick in die Schah-Zeit – der älteste Palast stammt aus dem Jahr 1870. Nicht alle, aber die meisten Gebäude sind für Besucher geöffnet – der herrliche Park ist ein zusätzlicher Genuss für Besucher.

Reza Abbasi-Museum

Auch hier geht es historisch weiter – mit Exponaten, die zum Teil schon über 4000 Jahre auf dem Buckel haben. Ebenfalls gibt es eine große Abteilung mit wunderschönen Kalligrafien: Das islamische Bilderverbot hat die Kalligrafie zur obersten Kunstform werden lassen und hat im Laufe der Zeit faszinierende Werke zusammengetragen.

Hosseiniye Ershad

Das Hosseiniye Ershad ist als religiöses Institut konzipiert und bietet ausländischen Besuchern eine tolle Gelegenheit, einen Blick in eine völlig andere Kultur zu werfen. Regelmäßige Veranstaltungen sind das eine – zum anderen finden auch Führungen und Ausstellungen statt, die immer wieder in- und ausländische Touristen begeistern.

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