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Auf den Spuren der Wildnis: Die Planung Ihrer Afrika-Safari

Löwen, Giraffen, Elefanten oder Zebras – gesehen hat sie schon so gut wie jeder, schließlich können Sie die anmutigen Tiere in nahezu jedem Zoo beobachten. Wenn Sie jedoch Löwen unter der prallen Sonne Afrikas oder eine Gruppe Giraffen aus nächster Nähe durch hohe Gräser schlendern sehen möchten, bieten sich Safari-Touren an. Diese sorgen für einzigartige Augenblicke, die Sie Ihr Leben lang nicht vergessen werden. Allerdings sollten Sie sich vor Reiseantritt um einige Dinge kümmern, damit Sie Ihren Trip in vollen Zügen genießen können. Mit den folgenden Vorbereitungstipps sind Sie für den Safari-Ausflug einwandfrei gewappnet – lassen Sie sich von den Wildtieren Afrikas und der atemberaubenden Landschaft begeistern!

Gesundheitliche Aspekte

Ehe Sie Ihre Safari-Reise antreten, sollten Sie bereits Monate vorher mit Ihrem Hausarzt besprechen, welche Impfungen Sie benötigen. Darüber hinaus sollten Sie sich beim Auswärtigen Amt über Vorkommnisse von Krankheiten wie Dengue, Gelbfieber und Malaria informieren. Letztere tritt in einigen Teilen Afrikas zwar verstärkt auf, wenn Sie jedoch in regelmäßigen Abständen Insektenschutzmittel auftragen und vor allem abends zu langer Kleidung greifen, können Sie eine Infizierung weitgehend ausschließen. Denken Sie außerdem daran, eine gut ausgestattete Reiseapotheke und Ihren Impfpass stets mit sich zu führen.

Wie möchten Sie Ihre Safari-Reise verbringen?

Vorab sollten Sie sich überlegen, ob Sie Ihre Safari-Tour in einer größeren Gruppe oder alleine durchführen möchten. Bereits vor Reiseantritt haben Sie die Wahl zwischen einer Buchung des Ausflugs von zu Hause aus oder einer Reservierung vor Ort. Letztere bietet den Vorteil, dass Sie sich bereits vorher ein Bild von den Reiseleitern und den Zielen der Safari machen können.

Daraufhin können Sie sich entscheiden, ob Sie eine Gruppen- oder Individualreise unternehmen möchten. Wir haben im Folgenden die Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten für Sie zusammengefasst:

Vorteile Nachteile
Gruppenreise • Fachkundige Reiseleitung
• Geringer Preis im Vergleich zu Einzelreisen
• Erfordert hohe Kompromissbereitschaft: Das Gemeinschaftsinteresse steht im Vordergrund
Individualreise • Man kann sich die ansprechendsten Zielorte selbst zusammenstellen: Safari bekommt besonderen Charakter
• Exklusive Zusatzleistungen buchbar,
zum Beispiel exklusive Tour mit der
Familie ohne andere Urlauber
• Verhältnismäßig teuer
• Aufgrund von organisatorischen und logistischen Einschränkungen oftmals keine individuellen Entscheidungen möglich
-> So müssen Sie beispielsweise häufig mit anderen Safari-Urlaubern einen Bus teilen

 

Neben diesen beiden Varianten können Sie eine Safari-Tour auch als Selbstfahrer unternehmen. In diesem Fall sind Sie vollkommen flexibel, können also selbst entscheiden, welche Orte Sie wann anfahren möchten. Allerdings müssen Sie gerade dann einige Aspekte berücksichtigen:

  • Achten Sie darauf, dass sich das von Ihnen gemietete Fahrzeug für eine Safari-Reise eignet. Oftmals müssen Sie Gebiete durchqueren, die nur mit einem Geländewagen zugänglich sind. Um also die Wildtiere aus nächster Nähe zu bestaunen, sollten Sie nicht am passenden KFZ sparen.
  • Der Nachteil an einer Safari-Tour als Selbstfahrer ist, dass Sie im Regelfall nicht so viele Tiere sehen, wie bei einem geleiteten Ausflug. Die fachkundigen Guides kennen sich in dem Gebiet schließlich gut aus und wissen, an welchen Stellen sich die Wildtiere bevorzugt aufhalten.
    Darüber hinaus verlieren Sie im Falle eines Problems mit Ihrem Fahrzeug unter Umständen wertvolle Urlaubszeit. Bei Reisen mit einem Guide kümmern sich die Veranstalter im Handumdrehen um ein neues Fahrzeug.

Wo möchten Sie Ihre Safari-Tour unternehmen?

Sowohl Ost- als auch Südafrika bieten sich für eine Safari-Reise an. Für welches Gebiet Sie sich entscheiden, sollte vor allem vom vorherrschenden Klima abhängig gemacht werden. Denn die Tier- und Pflanzenwelt reagiert sowohl auf Temperaturveränderungen als auch auf den Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit. In Ostafrika können Sie das ganze Jahr über mit etwa gleichbleibenden Temperaturen rechnen. Allerdings sollten Sie bedenken, dass es große Schwankungen zwischen Tag und Nacht gibt: Während tagsüber oftmals Temperaturen bis zu 25 Grad herrschen, kann die Temperatur nachts auf null Grad sinken. In Südafrika können Sie sich hingegen auf Jahreszeitenklima einstellen. Allerdings müssen Sie hierbei beachten, dass sich die Temperaturen im Sommer und Winter zeitlich genau entgegengesetzt zu unseren Jahreszeiten verhalten.

Bezüglich der Trocken- und Regenzeit kann gesagt werden, dass in Ostafrika zwei Perioden von hohem Niederschlag geprägt sind: Von Ende März bis Anfang Mai und von November bis Dezember. In Südafrika regnet es am meisten während der warmen Monate Dezember bis Februar.

Ob Sie Ihre Safari während der Trocken- oder Regenzeit unternehmen sollten, kann nicht pauschal beantwortet werden. Hierbei kommt es stark auf die Beschaffenheit der Landschaft an. Nationalparks mit Wasserquellen bieten sich vor allem während der trockenen Monate an, schließlich suchen gerade zu dieser Zeit viele Tiere die Gebiete auf, um ihren Durst zu stillen. „Regenzeit“ bedeutet hingegen nicht, dass es jeden Tag zu hohen Niederschlägen kommt. Allerdings ist der Durchschnitt an Niederschlag in dieser Zeit höher als in der Trockenzeit, was dazu führt, dass auch trockene Gegenden zu guten Nahrungsquellen werden. Folge davon ist, dass sich die Tiere auf eine große Fläche verteilen. Deswegen sehen Touristen zu dieser Zeit unter Umständen gar keine Tiere. Die besten Voraussetzungen so viele Arten wie möglich zu sehen, haben Sie in der Übergangszeit am Ende der Trockenzeit.

Welche Ausrüstung benötigen Sie?

Gerade aufgrund der Temperaturschwankungen sollten Sie in Bezug auf Ihre Kleidung auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Wählen Sie möglichst helle Farben – dunkle, kräftige Töne können Tse-Tse-Fliegen und Moskitos anlocken:

  • Zwei lange Hosen
  • Zwei kurze Hosen
  • Mehrere T-Shirts
  • Leichte Jacke
  • Regenjacke
  • Fleecepulli
  • Hut
  • Geschlossene Schuhe
  • Unterwäsche
  • Socken
  • Hygieneartikel
  • Sonnenbrille
  • Taschenlampe
  • Taschenmesser
  • Fernglas
  • Reiseführer und Tierbestimmungsbuch
  • Alle wichtigen Dokumente

Auch wenn die Safari-Vorbereitungen recht aufwendig sind – Die einmalige Gelegenheit, die beeindruckenden Tiere in freier Wildbahn zu erleben, entschädigt für alle Mühen, versprochen!

Sybille Schäftner

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