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Die TOP 10-Sehenswürdigkeiten in Portugal 2017

 

Portugal steht oft im Schatten seines großen Nachbarlandes Spanien, obwohl das Land mindestens genauso viel zu bieten hat: einzigartige Sandstrände, vibrierende Städte wie Porto und Lissabon, aber auch der Kulturtourismus kommt auf der Iberischen Halbinsel nicht zu kurz: Insbesondere alte Bauwerke wie Kirchen, Kloster und Burgen gibt es reichlich. Besondere Highlights sind beispielsweise die Kathedrale von Faro und das Christuskloster Convento de Cristo. Ein wahres Kunstwerk ist zudem das Cristo Rei, eine riesige Christusstatue. Dagegen wirkt die über 17.000 Meter lange Brücke Ponto Vasco da Gama modern und futuristisch. Doch auch Naturliebhaber kommen nicht zu kurz: der National Park Peneda Gerês und der westlichste Punkt Europas, Cabo da Roca, sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

1. Convento de Cristo

Das Christuskloster befindet sich in Tomar und wurde 1162 von Tempelrittern errichtet. Zu damaliger Zeit war es das Hauptquartier des Ordens der Region bis es 1312 durch Papst Clemens V. aufgelöst wurde und in den neu gegründeten Orden der Christusritter überging. Hauptattraktion des Klosters ist noch heute die alte Rundkirche, welche die Heilige-Grab-Rotunde in Jerusalem zum Vorbild hat. 1983 wurde diese von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und steht als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung. Eine weitere Besonderheit sind die acht Kreuzgänge die aus dem 15. und 16. Jahrhundert entstammen, wobei ein Kreuzgang eine perfekte, symmetrische Struktur aufweist und aus dem 12. Jahrhundert stammt.

2. Wallfahrtsort Fátima

Der Ort Fátima zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtsstätten der römisch-katholischen Kirche und ist der wichtigste des Landes. Fátima liegt rund 130 Kilometer nördlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon und ist über die Autobahn einfach und schnell zu erreichen. Der Name leitet sich aus einer Legende ab, bei der es sich um eine maurischen Fürstentochter handelt, die sich im 12. Jahrhundert dort taufen ließ, um mit einem christlichen Grafen zusammen sein zu können. Als Pilgerort wurde Fátima jedoch erst am 13. Mai 1917 durch eine Marienerscheinung bekannt, als drei Hirtenkinder eine Frauengestalt auf offenem Feld erschien. Die Jungfrau sagte den Kindern, dass sie sich immer am 13ten eines jeden Monats dort einfinden sollten, was dazu führte, dass es tausende Menschen an den Wallfahrtsort zog, um die Ereignisse zu überprüfen. Am 13. Oktober desselben Jahres wurden rund 70.000 Menschen Zeuge eines Sonnenwunders und noch heute pilgern mehr als vier Millionen Gläubige jährlich nach Fátima.

Nach Fátima zieht es jährlich Millionen Pilger

3. Torres dos Clérigos

Der Torros dos Clérigos befindet sich in der portugiesischen Stadt Porto und gilt vor Ort als die schönste und beliebteste Sehenswürdigkeit. Mit einer Höhe von 76 Metern ist der Glockenturm der höchste des Landes und kann über 225 Stufen über sechs Stockwerke erklommen werden, von wo aus Sie einen atemberaubenden Blick über die Stadt haben. Erbaut wurde die Kirche zwischen 1732 und 1750. Der Glockenturm wurde allerdings erst nachträglich unter der Leistung des Italieners Niccoló Nasoni zwischen 1754 und 1763 im Barockstil erbaut. Das Wahrzeichen der Stadt ist ein echtes Highlight, welches Sie auf keinen Fall verpassen sollten.

4. Ponte Vasco da Gama

Die Ponte Vasco da Gama ist mit einer Länge von fast 17,2 Kilometern eine der längsten Brücken der Welt. In Portugal ist sie eine echte Attraktion und verbindet per Autobahn Lissabon mit den Städten Montijo, Alochete und Setúbal. Dabei wurde der Brückenzug mit einer Schrägseilbrücke über den Fluss Tejo gespannt, wobei diese als Öffnung für den Schifffahrtverkehr dient. Sie verdankt ihren Namen dem Seefahrer Vasco da Gama und soll an die Entdeckung des Seeweges nach Indien im Jahr 1498 erinnern. Die Ponte Vasco da Gama weist eine maximale Spannweite von 420 Metern auf, während die Pylonen sind 155 Meter hoch sind. Fertiggestellt wurde die Brücke pünktlich zur Weltausstellung 1998 in Lissabon.

5. Kathedrale von Porto

In der zweitgrößten Metropole Portugals, nach Lissabon, Porto, finden Sie ein weiteres Highlight des Landes – die Kathedrale der Stadt. Sie liegt auf einem massiven Granitfelsen und thront über die Altstadt. Die Bauarbeiten fingen bereits im 12. Jahrhundert an, doch die Kirche wurde stetig erweitert. Zunächst wurde sie im romanischen Stil erbaut, sodass sie auch noch heute einer Festung ähnelt. Im 14. Jahrhundert, wurde sie jedoch durch einen gotischen Kreuzgang erweitert. Drei Jahrhunderte später wurde dann der Chor komplett ersetzt und 100 Jahre darauf zudem die Fassade umgebaut und erneuert. Das Gebäude wirkt von außen immer noch sehr imposant, im Inneren besticht die Kathedrale jedoch durch Schlichtheit. Lediglich einige Akzente lassen auf die einstigen ruhmreichen Zeiten schließen.

6. Cristo Rei

Wenn Sie einen einmaligen und unvergesslichen Panoramablick über ganz Lissabon und das umliegende Gebiet genießen möchten, dann sollten Sie auf jeden Fall die Christus-Statue Cristo Rei in Almada besichtigen, die nach dem Abbild des Cristo Redentor in Brasilien erschaffen wurde. Sie wurde auf einem 75 Meter hohen Sockel errichtet, wobei die Statue selbst noch einmal 28 Meter umfasst. Damit ist sie eines der höchsten Gebäude des Landes und zeitgleich eines der bedeutendsten. Die Aussichtsplattform, welche an den Füßen des Monuments liegt, kann über einen Aufzug erreicht werden. Die Statue stellt Christus mit geöffneten Armen dar, welcher in Richtung der Ponto 25 de Abril – einem Brückenzug – und Lissabon blickt. Sie wurde am 17. Mai 1959, nach zehnjährigen Bauarbeiten, vom Erzbischof von Rio de Janeiro sowie von Lourenco Marques eingeweiht.

7. Torre de Belém in Lissabon

Der Torre de Belém befindet sich im Stadtteil Santa Maria de Belém in Lissabon und ist eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes. Als Besucher haben Sie die Möglichkeit, auf der Plattform in 35 Metern Höhe die Aussicht zu genießen. Das Bauwerk gilt als eines der seltenen Beispiele für die manuelinische Architektur und ist seit 1755 das Schutzsymbol der Seefahrer, da es das große Erdbeben von Lissabon überstanden hat. König Manuel I. ließ den Turm von Belém zwischen 1515 und 1521 erbauen. Zu damaliger Zeit sollte das Monument als Verteidigungsanlage, Leucht- und Wachtturm dienen. Eine weitere Verwendung fand der Turm gegen Ende des 16. Jahrhunderts als es als Gefängnis diente.

8. Cabo da Roca

Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des Festlandes ganz Europas und liegt an der Atlantikküste auf einer Höhe von 140 Metern über dem Meeresspiegel. Die steilen Klippen geben ein atemberaubendes Bild ab und bietet Ihnen die Möglichkeit bis weit über den Atlantik zu blicken – ein absolutes Muss während eines Portugal-Urlaubs. Ein weiteres Highlight ist der Leuchtturm mit seinen rot-weißen Streifen, den Sie nicht verfehlen können. Zusammen mit dem Atlantik und den Klippen wird dieser Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis. Sie können sich sogar von den dort ansässigen Fremdenverkehrsbüros eine Urkunde aushändigen lassen, auf der bescheinigt wird, dass Sie selbst vor Ort waren.

9. Nationalpark Peneda Gerês

Peneda Gerês stellt den einzigen Nationalpark des Landes dar. Er befindet sich im Norden Portugals in der Region Norte. Gegründet wurde er am 8. Mai 1971, um das gesamte umliegende Gebiet zu schützen. Der Nationalpark Peneda Gerês umfasst eine Fläche von rund 700 Quadratkilometern, wobei Teile des Parks sowohl im privaten als auch öffentlichen Besitz sind. Touristen werden Campingplätze zur Verfügung gestellt und auf den Wanderwegen haben Sie die Möglichkeit, den Park zu erkunden. Die Landschaft lässt keine Wünsche offen: Flüsse, Wasserfälle, Berge, die bis zu 1.500 Metern hoch sind, und endlose Gebirgskämme – ein Highlight für jeden Wander-Begeisterten. Des Weiteren leben in dem Nationalpark verschiedene Tierarten wie Rehe, Otter und Wildschweine, aber auch Wölfe und Steinadler.

10. Kathedrale von Faro

In der Stadt Faro, welche im Süden Portugals in der Region Algarve liegt, gibt es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Eine der schönsten ist jedoch die Kathedrale der Stadt. Mit dem Bau der Kirche wurde im 13. Jahrhundert begonnen, doch fertiggestellt wurde sie erst ein Jahrhundert später. Das Monument besticht vor allem durch die Liebe zum Detail, sodass die Besichtigung eher einer Entdeckungstour gleicht: der Altar sowie die Gestühle sind reichlich verziert, an den mit Holz verkleideten Wänden finden Sie Gemälde aus dem 18. Jahrhundert und rund um die Kirchenanlage herum gibt es insgesamt drei Kapellen, wobei eine der Nebenkapellen einen schönen Reliquienschrein zu bieten hat. Weiterhin ist der Glockenturm ein wahrer Blickfang, den Sie sogar besteigen können und mit einem tollen Ausblick über Faro belohnt werden.

Die TOP 10-Sehenswürdigkeiten in Portugal 2017
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6 Kommentare

  1. Wäre die „Ponte Vasco da Gama“ 17.185 Kilometer lang, würde sie fast um die halbe Welt reichen. Tatsächlich ist sie 17.185 Meter, also ca. 17,2 Kilometer lang! Auch diese Länge ist beeindruckend!
    LG Franz

  2. Hallo Franz,

    danke für den Hinweis, eine kleine Unaufmerksamkeit – wir haben es korrigiert! 🙂

    Viele Grüße
    Dein Urlaubshiglights-Team

  3. das ist ya so eine so lange brücke ey

  4. Hey Ihr Lieben,

    schöne Seite – schnelle Frage :

    Habt Ihr zu dem Nationalpark Infos aus eigener Erfahrung ? Eventuell wo man nächtigen kann, wie viel Zeit man sich nehmen sollte, wäre Zelten ratsam etc. . Viele liebe Grüße, Morris

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