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Die TOP 10-Sehenswürdigkeiten in Berlin 2017

 

Für die Metropole Berlin eine Top 10 zusammenzustellen, ist sicherlich ein schwieriges Unterfangen. Die Hauptstadt bietet einfach so viele Orte und Sehenswürdigkeiten, dass man innerhalb eines Wochenend-Trips unmöglich alles sehen und besuchen kann. Wir versuchen trotzdem, Euch zehn Orte zu beschreiben, die bei Eurer ersten Berlin-Reise nicht auf der Agenda fehlen dürfen.

1. Kreuzberg

Das Multi-Kulti-Viertel Berlins heißt Kreuzberg. Hier sind die Wohnungen (noch) günstig und das Nachtleben pulsiert. Entlang der Oranienstraße schließt sich ein Club dem nächsten an und vor allem der U-Bahnhof „Kottbusser Tor“ zeigt das absonderliche Flair des Szenebezirks. Einerseits kann der Tourist hier in Internetcafés oder in Gemüseläden von türkischstämmigen Einwohnern für kleines Geld gute Dienstleistungen erwarten, andererseits zeigt vor allem der überdimensionierte Massenwohnblock mit unzähligen Satellitenanlagen direkt am Kotbusser Tor, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist in Kreuzberg.

Tipp: Der Kreuzberg ist Berlins höchster Hügel und befindet sich im Viktoriapark. Wer aus den Bergen kommt und Berlins Flachheit bedauert, kann dort ein wenig „bergwandern“.

2. Alexanderplatz

Er wird eigentlich nur Alexgenannt. Im Osten Berlins, wo er auch liegt, sagt der Ur-Berliner eigentlich eher Allex mit kurzem a. Der sehr weitläufige Platz wurde nach der Wende bis zum Jahre 2004 von Grund auf saniert und ist jetzt ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Wer vom Shopping eine Pause braucht oder einfach nur bei einer Berliner Weiße den vielen Straßenmusikern zuhören möchte, ist hier am rechten Platz. Highlights auf dem Alex sind die Weltzeituhr, von der man die aktuelle Zeit für die wichtigsten Städte weltweit ablesen kann sowie der Brunnen der Völkerfreundschaft. Großstadtflair versprühen hier auch die hochspezialisierten Bettlerinnen, die mit ihren kleinen Kindern über den Platz ziehen und den Touristen in mehreren Fremdsprachen Geld entlocken wollen.

3. Wannsee

„Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee“, sang Connie Froboess einst über den beliebtesten sommerlichen Naherholungsort der Berliner. Bereits 1907 wurde ein 200 Meter langer Streifen des Wannsees zum Strandbad erklärt. Während anno dazumal noch strikte Vorschriften für Badebekleidung herrschten, gibt es heutzutage sogar einen FKK-Bereich. Nach vielen Besucherrekorden im letzten Jahrhundert bleiben die Besucherzahlen zwar hinter den Spitzenwerten zurück, trotzdem ist der Wannsee noch immer der Badeort der Berliner.

Traurige Berühmtheit erlangte der Bezirk Wannsee übrigens durch die „Wannsee-Konferenz“ im Jahre 1942, auf der zwischen ranghohen Nazivertretern die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen wurde.

4. Mitte: Brandenburger Tor, Reichstag und Kanzleramt

In Mitte schlägt das Herz der bundesdeutschen Politik. Seit das kleine Städtchen Bonn nicht mehr Hauptstadt ist, haben viele große Baumaßnahmen auch das Bild des politischen Berlin verändert. In einer kurzen Tour zu Fuß könnt Ihr vom Brandenburger Tor aus an der Spree entlang zum Reichstag wandern. Besonders empfehlenswert ist, die 1999 installierte, begehbare Glaskuppel zu besichtigen. Hier kann man sowohl über Berlin als auch nach unten in den Bundestag blicken. Schließlich bildet der große Komplex des Bundeskanzler(innen)amts den vorläufigen Höhepunkt der Berlin-Tour. Neben vielen übergroßen Funktionsgebäuden sticht vor allem die „Waschmaschine“ heraus, wie das Kanzleramt wegen seines architektonischen Aussehens scherzhaft genannt wird.

5. Tiergarten

Der Große Tiergarten, wie er korrekt bezeichnet wird, erstreckt sich über eine Fläche von 2,1 km2 und bildet Berlins grüne Lunge. In Mitte und damit auch inmitten Berlins gelegen, bietet der Park reichlich Platz für Naturfreunde. Hohe Bäume, dichtes Buschwerk und einige kunstvolle Steinbrücken und Monumente können im Tiergarten bestaunt werden. Durchschnitten wird er von großen Autostraßen, u.a. von der Straße des 17. Juni und auch der Große Stern mit der Siegessäule befindet sich innerhalb des Tiergartens. In früheren Zeiten verlief die Loveparade durch den Tiergarten und belastetete die Natur dort sehr. Heute ist die Loveparade Geschichte und der Park kann wieder das ganze Jahr hindurch „atmen“.

6. Museumsinsel

Seit 1999 darf sich die Museumsinsel als UNESCO-Weltkulturerbe bezeichnen. Die Insel umfasst zwar nur fünf Museen, diese sind jedoch weltweit berühmt und beherbergen wertvolle Schätze, wie zum Beispiel die Rekonstruktion des Pergamon-Altars im gleichnamigen Museum. Vom Alten Museum in das Neue Museum ist die beliebte und kostbare Nofretete-Büste umgezogen, die wie ein Besuchermagnet wirkt. Wer sich einen ganzen Tag lang Kultur geben und viele Museen besuchen möchte, dem sei die Lange Nacht der Museen ans Herz gelegt. Sie findet in diesem Jahr am 25. August 2012 statt und auch die Ausstellungshäuser der Museumsinseln nehmen an ihr Teil. Tipp: Außerhalb der Museumsinsel ist der „Checkpoint Charlie“ ein beliebtes Museum für alle Generationen. In ihm werden die Besatzungszeit bzw. die Wirren des Kalten Krieges aufgearbeitet.

7. Jüdisches Museum

In der Nähe des Checkpoint Charlie und ebenfalls in Kreuzberg befindet sich das neu errichtete jüdische Museum. Der spektakuläre und nicht ganz unumstrittene Bau des Architekten Daniel Libeskind wurde im postmodernen Stil erbaut und soll einen zerbrochenen Davidstern symbolisieren. Schon das noch leer stehende Museum wurde in den ersten zwei Jahren nach Fertigstellung von 350.000 Menschen besichtigt. Nicht nur der Bau ist spektakulär, auch einige andere Besonderheiten sind wohl durchdacht. So vermittelt der Garten die Erfahrungen des jüdischen Exils. Auch hier kommen Betonstelen zum Einsatz, ähnlich wie beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

8. Friedrichstadt

Die auffälligsten Bauten der Friedrichstadt sind der Deutsche Dom, der Französische Dom und das Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Dabei rührt die Bezeichnung Dom nur von der Kuppelform her, nicht von der eigentlichen Funktion der Kirchen. Der Gendarmenmarkt bildet einen Teil der auf dem Reißbrett erschaffenen Friedrichstadt, die der spätere König Friedrich I . entwerfen und umsetzen ließ. Hier siedelten sich vor allem aus dem katholischen Frankreich vertriebene Hugenotten an. Ursprünglich war die Friedrichstadt übrigens eine eigene Gemeinde als Vorstadt Berlins. Jedoch schon 32 Jahre nach ihrer Gründung wurde sie von der großen Bruderstadt eingemeindet.

9. Oberbaumbrücke und East Side Gallery

Leider wurde die Berliner Mauer im Rausche des Mauerfalls und der Wiedervereinigung fast gänzlich abgerissen. Wenige Etappen, an denen man den ehemaligen Verlauf des Grenzwalls erkennen kann, existieren noch. Eine davon ist die East Side Gallery zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof, die sich als „die längste Mauergallerie der Welt“ bezeichnet. Dort können die Originalbilder der auf der Westseite bemalten und besprühten Mauer begutachtet werden. Sehr bekannt und oft kopiert ist der Bruderkuss zwischen Honecker und Breschnew. Einen kurzen Fußmarsch entfernt liegt die wunderschöne Oberbaumbrücke. Ganz in rot gehalten wurde die neugotische Kirche in zweiten Weltkrieg gesprengt und später wieder aufgebaut.

10. Potsdamer Platz

Lange Jahre war der Potsdamer Platz die größte Baustelle Europas innerhalb einer Stadt. Heute erstrahlt er in nie zuvor gesehenem Glanz. Monumentale moderne Neubauten prägen das heutige Aussehen des Potsdamer Platz. Glasfronten bieten ganz im Sinne der Transparenz tiefe Einblicke in die Gebäude. Das Sony Center, der Bahntower und das Theater am Potsdamer Platz sind inzwischen wohl bekannte Sehenswürdigkeiten. Besonders beliebt bei Touristen: Auch hier lassen sich abgerissene Mauerelemente besichtigen und Laiendarsteller, die russische bzw. amerikanische Soldaten mimen, laden gegen eine kleine Spende zum Foto ein.

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