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Die TOP 10-Sehenswürdigkeiten in Dresden 2017

Frauenkirche Dresden, Bild: unsplash

 

Ferne Länder sind für Urlauber besonders reizvoll, bieten sie doch neben atemberaubenden Gegenden die Möglichkeit, fremde Kulturen kennenzulernen. Gerade dies ist mitunter Grund dafür, warum eine Reise innerhalb Deutschlands als weniger attraktiv empfunden wird. Völlig zu Unrecht, bedenkt man, dass einige deutsche Städte sehr wohl eine abwechslungsreiche Kombination aus Action, interessanten Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Spezialitäten versprechen. Eine davon ist die am Elbtal gelegene Stadt Dresden. Neben zahlreichen Gebäuden in der Altstadt, die an die bewegende Geschichte der Hauptstadt Sachsens erinnern, finden Sie im Neustadt-Viertel angesagte Clubs, Restaurants und Cafés. Die große Anzahl an Kunstsammlungen und die einzigartige Architektur sind mitunter Grund dafür, dass Dresden auch als Elbflorenz bezeichnet wird. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie bei einem Besuch der Stadt auf jeden Fall sehen sollten. Egal, ob Sie Ihren Urlaub dort verbringen möchten oder es als Ziel für einen kurzen Wochenendtrip wählen – ein Aufenthalt in Dresden lohnt sich immer!

1. Die Frauenkirche

Bereits von außen besticht die Frauenkirche durch ihre einzigartige architektonische Gestaltung. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude durch Luftangriffe vollständig zerstört, erst im Jahr 1994 begann man mit dem Wiederaufbau. Insbesondere die aufwendig gestaltete Kuppel und die reich verzierten Türme rund um die Kirche machen das Gebäude zu etwas Besonderem. Unter der Woche haben Besucher zwischen 10 und 12 sowie zwischen 13 und 18 Uhr die Möglichkeit, den pompösen Innenraum der Kirche zu besichtigen. Auch am Wochenende haben Sie im Regelfall zu den genannten Zeiten Zutritt, allerdings ist hier häufig mit verkürzten Öffnungszeiten zu rechnen, da dann vermehrt Taufen oder Trauungen stattfinden. Wenn Sie sich näher für die Geschichte der Kirche interessieren, können Sie sich gegen wenig Geld Audioguides ausleihen, die sie mit interessanten Hintergrundinformationen versorgen. Darüber hinaus sollten Sie es sich nicht entgehen lassen, auf die Kuppel zu steigen. Für acht Euro (Schüler, Studenten, Rentner und Kinder erhalten ermäßigten Eintritt) werden Sie nach dem teilweise anstrengenden Aufstieg mit einem atemberaubenden Ausblick auf die ganze Stadt belohnt. Wenn Sie an einer Führung interessiert sind, sollten Sie beim Veranstaltungskalender auf der Website der Frauenkirche nachsehen, ob diese an Ihrem Wunschtag angeboten wird.

2. Der Zwinger

Der Dresdner Zwinger gehört mit der Frauenkirche zu den schönsten Gebäuden der Stadt. Neben zahlreichen Museen, die Sie in dem Bauwerk besichtigen können, finden dort häufig sehenswerte Veranstaltungen statt. So können Sie beispielsweise Tickets für Klassik-Konzerte oder Tanzshows im Internet vorbestellen. Meist finden diese im Marmorsaal des Dresdner Zwingers statt, im Sommer hingegen auch oft im Freien. Doch auch die Ausstellungen im Zwinger erfreuen sich großer Beliebtheit: Die Gemäldegalerie Alte Meister umfasst unter anderem Bilder von Dürer, Rembrandt sowie Poussin und lockt jährlich etwa 500.000 Besucher an. Des Weiteren lädt der Mathematisch-Physikalische Salon dazu ein, wissenschaftliche Instrumente aus der Zeit zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert zu betrachten. Erfahren Sie mehr über das Konzept dieser genialen Erfindungen – oftmals werden sogar historische Experimente durchgeführt, durch welche Sie die Funktionsweise der einzelnen Geräte noch besser nachvollziehen können. Die letzte Sammlung an Kunstwerken, die sich derzeit im Dresdner Zwinger befindet, ist die Porzellansammlung. Sie umfasst einzigartige Skulpturen aus Meissener Porzellan sowie ostasiatischer Feinkeramik aus dem 17. Jahrhundert und stellt die größte Spezialsammlung der Welt dar. Während der New Yorker Architekt Peter Marino für eine sagenhafte Innenausstattung sorgte, gehen die Porzellanstücke auf August den Starken (1670-1733) zurück, der Kunsterzeugnisse aus sämtlichen Epochen und unterschiedlichen Kulturen sammelte.

3. Die Semperoper

Zwischen 1838 und 1841 von Gottfried Semper erbaut, stellt die Semperoper heute das bekannteste Opernhaus Deutschlands dar. Diese wurde allerdings – ebenso wie die Frauenkirche – im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Der Wiederaufbau des pompösen Gebäudes dauerte lange Zeit, sodass erst im Jahr 1985 die zweite Einweihung stattfand. Heute können Touristen im Internet Führungen durch die Semperoper buchen: Diese kosten je nach Umfang der Leistungen und unter Berücksichtigung von Ermäßigungen zwischen sechs und zehn Euro. In einer etwa 40-minütigen Tour erhalten Sie wissenswerte Informationen rund um die Geschichte des Gebäudes und Zugang zum reich verzierten Zuschauerraum, der über eine einzigartige Akustik verfügt. Wer sich davon selbst überzeugen möchte, kann Tickets für die Oper, Staatskapelle oder das Ballett erwerben. Ein einzigartiges Erlebnis, das Sie garantiert nicht mehr so schnell vergessen werden!

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4. Schloss Pillnitz

Ein weiterer Touristen-Magnet ist das direkt an der Elbe gelegene Schloss Pillnitz, dessen Architektur stark an die chinesische Baukunst erinnert. Im farbenfrohen Schlosspark mit mehreren tausend wildwachsenden Pflanzen und etwa 650 Kübelpflanzen können Sie sich von Ihrem erlebnisreichen Programm in Dresden erholen und neue Energie schöpfen. Das dort befindliche Palmenhaus beheimatet eine Vielzahl an australischen, neuseeländischen und südafrikanischen Pflanzen und eine kleine Ausstellung über die Botanik in Pillnitz.

Um mehr über das Schloss selbst zu erfahren, bietet sich die Besichtigung des Schlossmuseums im Neuen Palais an. Neben Informationen rund um den geschichtlichen Verlauf erhalten Sie Zutritt zum Kuppelsaal, zur königlichen Hofküche und zur katholischen Kapelle. Im Wasser- und Bergpalais befindet sich das Kunstgewerbemuseum, in dem zahlreiche Kunstsammlungen untergebracht sind. So können Sie dort beispielsweise sächsische und europäische Manufakturen aus dem 17. und 18. Jahrhundert bestaunen oder aber historische Räume besichtigen. Die Anreise nach Schloss Pillnitz gestaltet sich einfach: Sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto sind Sie vom Zentrum Dresdens aus innerhalb von 30 Minuten vor Ort. Bei schönem Wetter bietet sich eine ausgedehnte Fahrradtour am Elberadweg inklusive anschließendem Übersetzen mit der Fähre an. Wer den Wasserweg bevorzugt, kann mit einem Schiff der Sächsischen Dampfschiffahrt nach Pillnitz fahren. Neben Schloss Pillnitz können Sie auf der sogenannten Schlösserfahrt auch einen Blick auf Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg und das Lingnerschloss erhaschen.

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5. Dresdner Residenzschloss

In der Altstadt Dresdens befindet sich das Residenzschloss, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Im 15. Jahrhundert erbaut, war es einst das Eigentum der sächsischen Kurfürsten und Könige. Zwei Brände – der erste um 1700, der zweite während des Zweiten Weltkriegs – führten zur kompletten Zerstörung des Schlosses. Erst 1985 begann man mit dem Wiederaufbau: Das Ziel war, das Gebäude in einen Museumskomplex zu verwandeln. Heute können Besucher in den unterschiedlichen Bereichen des Schlosses in die Vergangenheit eintauchen: Das Kupferstich-Kabinett umfasst eine große Sammlung an Zeichnungen namhafter Künstler, die bis ins Jahr 1435 zurückgehen. Darüber hinaus haben Besucher die Möglichkeit, eine der prunkvollsten Schatzkammern Europas zu besichtigen. Das Historische Grüne Gewölbe soll an die Schatzkammer von August dem Starken erinnern: Die aufwendig verzierten Gegenstände aus hochwertigem Material befinden sich in einem großen Saal, der dem Barockzeitalter entsprechend gestaltet wurde. Im Neuen Grünen Gewölbe wurden hingegen über 1000 wertvolle Schätze aus drei Jahrhunderten gesammelt: In entspiegelten Vitrinen und durch einzigartiger Beleuchtung in Szene gesetzt, können Sie die Schätze aus nächster Nähe betrachten. Die Besichtigung der Rüstkammer und des Münzkabinetts im Residenzschloss stellen weitere Höhepunkte auf Ihrer Reise in die Vergangenheit dar.

6. Neues Kugelhaus

Auch wer großen Wert auf Shoppingmöglichkeiten legt, wird in Dresden nicht enttäuscht. Das Neue Kugelhaus in der Nähe des Hauptbahnhofs ist nicht nur für seine einzigartige architektonische Gestaltung bekannt, vielmehr lassen auch die über 30 darin befindlichen Läden keine Wünsche offen. Absolutes Highlight im Kugelhaus ist jedoch das Achterbahn-Restaurant SCHWERELOS. Mit einem Fahrstuhl werden die Gäste zur Glaskuppel befördert. Dort angekommen, hat man das Gefühl, als befände man sich in einem Raumschiff. Die unterschiedlichen Bereiche erinnern mitunter an eine Kommandobrücke, einen Maschinenraum und ein Offizierskasino. Auf der Speisekarte befinden sich hingegen ganz klassische Gerichte: Vom frischen Salat bis hin zum deftigen Cordon Bleu ist alles dabei, sodass jeder eine passende Hauptspeise findet. Neben der räumlichen Gestaltung des Restaurants ist jedoch vor allem das Servieren der Speisen einzigartig: Sobald das Essen fertig ist, wird es in einem Topf auf die Schienen der Achterbahn gestellt. Von ganz oben gelangen Ihre Speisen in einer rasanten Fahrt zu Ihnen – ein innovatives Konzept, das vor allem auch für Spaß bei Kindern sorgt!
Wenn Sie bereits in allen interessanten Geschäften im Kugelhaus waren und immer noch shoppen möchten, gelangen Sie von dort aus schnell zur Prager Straße und Altmarkt-Galerie. Dort finden Sie zahlreiche weitere Geschäfte und gute Restaurants, die zu einer kleinen Stärkung einladen.

7. Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr, kurz MHM, beinhaltet zahlreiche Ausstellungen und Sammlungen, anhand derer die Militärgeschichte veranschaulicht wird. Es gehört zu den drei größten Geschichtsmuseen in Deutschland und zu den größten militärhistorischen Museen Europas. Neben Sammlungen von Großgeräten und Munition werden Schriftstücke, Orden, Uniformen, Handwaffen sowie Kunst im MHM präsentiert. Die Ausstellungen dienen hingegen überwiegend der Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Hintergründen. So thematisieren sie beispielsweise auch die Gewalt und Aggression, die mit Krieg verbunden sind. Informieren Sie sich außerdem online über Sonder- und Wanderausstellungen. Das Museum ist zwischen Donnerstag und Dienstag geöffnet, der Eintritt beträgt zwischen drei und fünf Euro.

8. Der Große Garten

Wer sich von seiner Sightseeing-Tour erholen möchte, kann im Großen Garten in Dresden entspannen. Die grünen Wiesen, farbenprächtigen Blumen und der schöne Springbrunnen laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Beim Durchlaufen der Parkanlage wird deutlich, mit welchem Aufwand die Landschaftsgartengestaltung im 18. und 19. Jahrhundert betrieben wurde: Bachläufe, Seen und die Gestaltung der Beete sowie Wege erinnern neben den im Park befindlichen Skulpturen an die damalige Zeit.

Die Fläche von rund 1,8 Quadratkilometern bietet jedoch auch tolle Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches Programm: So werden beispielsweise Taschenlampenführungen oder Lichterfahrten mit der Parkeisenbahn angeboten. Außerdem können Sie den im Großen Garten befindlichen frühbarocken Palais besichtigen. Gelegentlich finden dort sogar Ausstellungen oder Konzerte statt.

9. Die Kunsthofpassage

Die Kunsthofpassage in Dresden ist nicht nur etwas für Kunstinteressierte: Der außergewöhnliche Anblick, der sich Ihnen auf dem Weg durch die urigen kleinen Gassen bietet, ist einfach einzigartig. Die insgesamt fünf Häuser, die sich in dem Hof befinden, zeichnen sich durch künstlerisch gestaltete Fassaden aus.

Jedes Gebäude ist dabei einem bestimmten Thema gewidmet:

  • Der Hof des Lichts besitzt an den Wänden zahlreiche Metallspiegel, die bei Sonneneinstrahlung für tolle Reflexionen sorgen.
  • Die Fassade des Hofes der Fabelwesen wurde von der Künstlerin Viola Schöpe gestaltet: Zahlreiche Fabelwesen schmücken eine Wand des Gebäudes, während sich die Malerin auf den anderen Seiten der Darstellung des Gang des Lebens und der höheren Energien widmete.
  • Der Hof der Elemente erstrahlt in unterschiedlichen Blautönen und besticht vor allem durch die außergewöhnliche Anordnung der Regenrinnen. Die Rohre sind zum Teil treppenartig angeordnet, sodass sich bei Regen nicht nur ein außergewöhnlicher Anblick bietet, sondern auch tolle Klänge erzeugt werden.
  • Ganz dem Motto der Verwandlung gewidmet ist der Hof der Metamorphosen. 15 Meter hohe Stelen wurden zu je sechs Meter hohen Teilstücken zerkleinert und an den Wänden des Gebäudes befestigt. Kleine Glasfaserbündel wurden um die Stelen gewickelt und sorgen nachts für atmosphärische Beleuchtung. Darüber hinaus brachte Arend Zwicker unterschiedliche Papiersorten, die er zuvor bis zur Hälfte in Leinöl einweichte, an den Wänden an. Daher verändert sich die Farbe des Papiers im Laufe der Zeit.
  • Der Hof der Tiere springt den Besuchern vor allem aufgrund seiner grell-grünen Farbe ins Auge. Giraffen, Affen und zahlreiche andere Tiere schmücken die Hauswände.

Für eine kleine Stärkung in der Kunsthofpassage sorgen Restaurants wie beispielsweise Lila Soße oder Hai Au, die vor allem an einzigartigem Ambiente kaum zu übertreffen sind.

10. Die Brühlsche Terrasse

Wer die Altstadt Dresdens und die Elbe auf sich wirken lassen möchte, sollte die insgesamt 500 Meter lange Brühlsche Terrasse entlanglaufen. Sie befindet sich zwischen der Augustus- und Carolabrücke und geht auf das Jahr 1739 zurück. Zu dieser Zeit war der Bereich ausschließlich für Adelige zugänglich, heute tummeln sich dort zahlreiche Touristen, um die Architektur und den Gartenbau zu bestaunen. Im Osten wird die Brühlsche Terrasse, die auch als Balkon Europas bezeichnet wird, vom Bärenzwinger und Hofgärtnerhaus begrenzt. Im Westen führt die Freitreppe direkt zum Sächsischen Ständehaus von Paul Wallot, in dem sich heute das Oberlandesgericht Dresden befindet. Während die Südseite der Brühlschen Terrasse überwiegend mit Museen und sonstigen Gebäuden bebaut ist, bietet sich von der Nordseite aus ein toller Blick auf die Neustädter Elbseite.

Neben einer bewegenden Geschichte bietet Dresden mit seinen Grünflächen, die rund 60 Prozent der Stadt ausmachen, genügend Raum zum Relaxen und Erholen. Urlauber, die auf Reisen ein volles Programm bevorzugen, kommen jedoch mindestens genauso auf ihre Kosten: Das große Aktivitäten-Angebot und die zahlreichen Kneipen und Restaurants sorgen für einen spannenden und abwechslungsreichen Aufenthalt. Warum nach Italien reisen, wenn das Elbflorenz direkt um die Ecke liegt und in Sachen atmosphärisches Ambiente dem Mittelmeerraum in nichts nachsteht?

Sybille Schäftner