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Die TOP 10-Sehenswürdigkeiten in Norwegen 2017

 

Türkises Seewasser inmitten von Gebirgszügen, einzigartige Wanderwege und die berüchtigten Fjorde – auf all das freuen sich Naturbegeisterte auf ihrer Reise ins Königreich Norwegen. Insbesondere das Nordlicht, das den Himmel in atemberaubende Grün- und Blautöne hüllt, sorgt für einen Anblick, den Sie Ihr Leben lang nicht vergessen werden. Im Sommer erleben Sie nördlich des Polarkreises magische Momente, denn dann können Sie sich über 24 Stunden Tageslicht freuen: Auf einer mitternächtlichen Angeltour unter dem mit gelben Farben durchzogenen Himmel werden Sie an diesem Ort eins mit der Natur.
In unserer Top 10 zeigen wir Ihnen, was bei einer Reise nach Norwegen keinesfalls fehlen sollte. So viel sei gesagt: Es gibt Orte und Naturschauspiele, die Sie an keinem anderen Ort der Welt entdecken können. Und genau das ist es, was eine Reise in das Land der Fjorde und Wasserfälle lohnenswert macht.

1. Oslo

Neben zahlreichen schönen Landschaften kommt in Norwegen das aufregende Stadtleben nicht zu kurz. Die Hauptstadt Oslo glänzt mit vielfältigen Unternehmungsmöglichkeiten: So können Sie in manchen Stadtteilen eine Reise in die Vergangenheit unternehmen. Ein beliebtes Beispiel dafür ist Gamlebyen (Altstadt). In diesem Viertel können Touristen die letzten Erinnerungsstücke an das mittelalterliche Oslo bestaunen. Durch ein Großfeuer im Jahr 1624 wurde das damalige Oslo vollständig niedergebrannt, woraufhin die neuen Grenzen der Stadt näher an die Festung Akershus verschoben wurden.

Auch diese kann noch heute besichtigt werden: Das Gebäude wurde bereits im Jahr 1299 errichtet und zeichnete sich schon zu früheren Zeiten durch den taktisch gut ausgewählten Standort aus. Gerade dieser ist auch der Grund dafür, dass die Festung trotz zahlreicher feindlicher Belagerungen bis dato gut erhalten ist. In den Sommermonaten ist eine Führung durch einen fachkundigen Reiseführer, der Sie mit historischen Fakten rund um die Burg versorgt, empfehlenswert. Keinesfalls verpassen sollten Sie außerdem die Wachablösung, die täglich um 13:30 Uhr auf Akershus stattfindet.

Falls Sie sich für einzigartige Kunst interessieren, darf ein Besuch des Vigeland Skulpturenparks nicht fehlen. In diesem finden Sie mehrere hundert Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien. Der Bildhauer Gustav Vigeland zeigt mit dem Großteil seiner Werke den Kreislauf des menschlichen Lebens. Dabei gelingt es dem Künstler, mit seinen Darstellungen Emotionen zu transportieren und die Betrachter zum Nachdenken anzuregen. Übrigens: Die Besichtigung des Parks lohnt sich gleich doppelt, schließlich gehört er zu den Sehenswürdigkeiten in Oslo, für die Sie kein Geld ausgeben müssen.
Am Ende eines Tages in der Stadt können Sie das rege Nachtleben genießen und das Erlebte bei einem Cocktail in luftiger Höhe in der 34 SkyBar Revue passieren lassen.

2. Hammerfest

Die Stadt Hammerfest ist für Touristen vor allem aufgrund ihrer Lage interessant: Nördlich des Polarkreises gelegen herrscht in der Stadt zwischen Mitte Mai und Ende Juli rund um die Uhr Tageslicht, während die Einwohner zwischen Ende November und Ende Januar gar kein Sonnenlicht zu sehen bekommen. Neben dem einzigartigen Naturschauspiel können Sie in der kleinen Stadt den Berg Salen besteigen. Auf 80 Metern über dem Meeresspiegel genießen Sie ein leckeres norwegisches Essen im Restaurant und erklimmen den Aussichtsturm Varden. Von diesem aus können Sie Hammerfest und einen Teil des arktischen Meeres überblicken. Da die Stadt mit etwa 9.000 Einwohnern vor allem für ihren ausgezeichneten frischen Fisch bekannt ist, sollten Sie einen solchen auf Ihrer Reise unbedingt kosten.

Um Hammerfest möglichst schnell und günstig zu erreichen, empfiehlt es sich, zunächst mit dem Flugzeug nach Alta zu fliegen. Von dort aus können Sie entweder auf ein Boot oder einen Bus umsteigen – beide Transportmöglichkeiten bringen Sie innerhalb von zwei bis drei Stunden in die Stadt.

3. Eine Wanderung auf den Preikestolen

Um die atemberaubende Landschaft Norwegens in all ihren Facetten zu erkunden, sollten Sie wandern. Zu Fuß über farbenfrohe Wiesen und Hügel bleiben Ihnen schließlich auch die kleinen Naturschätze nicht verborgen. Als echter Tipp gilt die Wanderung auf den Preikestolen in Südnorwegen: Von dem Felsen aus haben Sie einen gigantischen Blick auf das Wasser und umliegende Gebirge. Neben der schönen Aussicht unternehmen viele die Wanderung aufgrund des einzigartigen Adrenalinkicks, schließlich geht es am Ende des Berges 600 Meter senkrecht in die Tiefe. Absperrungen sind an diesem Ort Fehlanzeige und gerade das macht den Ausflug zu einem einmaligen Erlebnis. Planen Sie für die Wanderung ungefähr drei bis vier Stunden ein und kümmern Sie sich um festes Schuhwerk – die Wege sind oftmals schwer begehbar und uneben.

4. Lofotr Wikingermuseum in Lofoten

In Norwegen haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, eine Reise zurück in die Vergangenheit (zwischen 800 und 1000 nach Christus) zu unternehmen. Damals zogen junge Männer auf See, um sich ihren Wunsch von Ruhm und Abenteuern zu erfüllen. Einige der Wikinger, unter welchem Namen sie allgemein bekannt sind, verbrachten ihr gesamtes Leben mit Raub und ähnlichen kleinkriminellen Machenschaften. Andere widmeten sich hingegen nach einiger Zeit den wirtschaftlichen Tätigkeiten, die für den jeweiligen Ansiedlungsort spezifisch waren. Auch bei schlechten Boden- und Klimaverhältnissen schafften es die Seekrieger, sich ein Leben aufzubauen und hohe Erträge zu erzielen.

Für ein authentisches Nachempfinden der damaligen Verhältnisse bietet sich kaum ein Land besser an als Norwegen, war es doch früher die Gegend mit einer der weltweit höchsten Wikinger-Bevölkerung. Insbesondere das Lofotr Wikingermuseum in Borg ist einen Besuch wert: Dort können Sie einen ehemaligen Häuptlingssitz bestaunen und ein traditionelles Wikinger-Essen mit Lamm und Met aus Kräutern, Honig und Alkohol genießen. Seit einigen Jahren haben Sie dort die Möglichkeit, zwei verschiedene Ausstellungen zu besichtigen und einen Kurzfilm über die Wikinger anzusehen. Museumsführer in historischer Garderobe geben Ihnen die wichtigsten Informationen rund um das Haus, das sich auf einer Länge von 83 Metern erstreckt.
Übrigens: An zahlreichen Orten in Norwegen können Sie die einzigartige Schiffsbautechnik der Wikinger bestaunen. Aufgrund der Schiffsform konnten sogar die seichtesten Gewässer befahren werden, was den skandinavischen Seekriegern einen entscheidenden Vorteil auf Entdeckungsreisen und gegenüber Feinden einbrachte.

5. Nordlichter

Es ist der Traum vieler: einmal das Nordlicht sehen. Was für Touristen ein außergewöhnliches Naturschauspiel ist, ist für die Einwohner Nordnorwegens zwischen Spätherbst und Frühjahr Alltag. Die besten Chancen, das Naturphänomen zu bestaunen, haben Sie zwischen dem 21. September und dem 21. März. Da es innerhalb dieses Zeitraums zwischen 18 und ein Uhr durchgehend dunkel ist, sind die Himmelsverfärbungen besonders gut zu beobachten. Leider kann keine Garantie gegeben werden, wann und wo genau das Nordlicht zu sehen ist – heftige Schneefälle machen das Erblicken des Phänomens oftmals über mehrere Wochen hinweg unmöglich. Sie können sich jedoch merken, dass es im Normalfall im Landesinneren trockener ist, sodass Sie dort die beste Chance haben. Falls jedoch starker Ostwind herrscht, lohnt sich der Weg an die Küste. Vermeiden Sie wenn möglich Vollmondnächte und wählen Sie Aussichtspunkte ohne starke Beleuchtung; dies erhöht das Intensitätsempfinden der Farben deutlich.
Ob Sie während des Blicks gen Himmel schnell Ihre Kamera zücken, um das gigantische Farbenspiel festzuhalten, oder ob Sie den Moment einfach nur genießen, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen.

6. Die Stabkirche Urnes Lustrafjord

Umgeben von grünen Wiesen, Bergen und Seen finden Sie in Norwegen die Stabkirche Urnes Lustrafjord, die seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die im Jahr 1150 erbaute Kirche ist vollständig aus Holz gefertigt und spiegelt die alte Baukunst der Wikinger wider. Statten Sie dem kleinen Örtchen Urnes unbedingt einen Besuch ab und erfahren Sie, wo die norwegischen Wikinger im 12. Jahrhundert ihre Gottesdienste abhielten. Lediglich die Anreise gestaltet sich etwas mühsam, da die Stabkirche nicht ohne Weiteres zu erreichen ist. Allerdings können Sie den Weg dorthin gut mit der Besichtigung anderer Orte verbinden: Fliegen Sie zunächst den Flughafen in Bergen an. Von dort aus können Sie sich einen Mietwagen nehmen oder mit dem Bus beziehungsweise Schiff nach Flam fahren. An diesem Ort hält übrigens die berühmte Flambahn, deren Liniennetz wohl zu den landschaftlich schönsten auf der ganzen Welt gehört. Von Flam aus gelangen Sie wiederum mit dem Bus und Schiff (nach zwei Umstiegen in Sogndal und Solvorn) nach Urnes. Auch wenn Ihnen die Anreise aufgrund der zahlreichen Zwischenstopps kompliziert erscheint, sollten Sie sich diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen lassen – es lohnt sich!

7. Bryggen Wharf in Bergen

Ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe befindet sich in der Stadt Bergen: Im Viertel Bryggen finden Sie die Kontore (so viel wie: Büros/ Niederlassungen von Kaufleuten), die auf eine mehr als 700-jährige Geschichte zurückblicken können. Die Gebäude wurden zur damaligen Zeit zum Teil als Wohn-, vor allem aber als Handelsplätze genutzt. Bereits im 15. Jahrhundert fungierte die Gegend aufgrund ihrer Hafenlage als Austauschort für Waren zwischen Nord- und Südeuropa. Dabei gingen vor allem Güter wie getrockneter Fisch und Getreide über die Ladentheke.

Nach einem Brand im Jahr 1702 folgte wenig später der Wiederaufbau der Holzhäuser entsprechend dem alten Baustil. Heute ist aufgrund eines weiteren Feuers nur noch etwa die Hälfte der Gebäude erhalten, die jedoch allesamt besichtigt werden können. Im Handelshof Finnegården befindet sich das Hanseatische Museum, in welchem Sie zahlreiche Schlafplätze und Handelsstuben finden. Im Eintrittspreis enthalten ist darüber hinaus der Besuch der Schötstuben, die sich nur wenige Meter vom Museum entfernt befinden. Sie setzen sich aus mehreren Sälen zusammen, die im 15. Jahrhundert für festliche Anlässe oder sonstige Versammlungen genutzt wurden.

8. Der Rondane-Nationalpark

Wer sich vom stressigen Alltagstreiben erholen möchte, sollte den Rondane-Nationalpark in Oppland ansteuern. Aufgrund der spannenden Szenerie-Wechsel von Tälern zu Gebirgen stellt eine Wanderung durch den Nationalpark stets einen einzigartigen Ausflug dar, bei welchem Sie Ihre Seele baumeln lassen können. Insbesondere die Vielfalt der Flora und Fauna Norwegens wird in Rondane so deutlich wie kaum woanders: So gehört der Ort zu den wenigen Gebieten, in denen Sie die Möglichkeit haben, einen Blick auf wilde Rentiere, Elche, Rehe und Moschusochsen zu erhaschen. Pflanzen wie Moorbirken, Heidekraut und Flechten befinden sich seitlich der Wanderwege und runden das Landschaftsbild ab, dessen statisches Bild oftmals durch rauschende Wasserfälle unterbrochen wird.
Falls Sie sich zum Wandern entschließen, können Sie entweder zelten oder eine der zahlreichen Berghütten als Übernachtungsmöglichkeit nutzen. Auch Skifahrer finden in dem Gebiet Routen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades.

9. Das Norsk Folkemuseum

Wenn Sie sich für das frühere Leben der Norweger interessieren, sollten Sie unbedingt das Norsk Folkemuseum auf der Halbinsel Bygdøy besichtigen. Unter den etwa 155 historischen Gebäuden befinden sich zum Beispiel alte Dorfhäuser, Wohnungen, Zahnarztpraxen und Tankstellen. Im Angebot des großen Freilichtmuseums sind außerdem zahlreiche Ausstellungen enthalten, bei denen Sie beispielsweise traditionelle Kleidung oder Schmuckstücke bestaunen können. Auch norwegische Kirchenkunst und Skulpturen finden in einigen der Gebäude Platz. Da Sie bei dem großen Museumskomplex schnell die Orientierung verlieren können, sollten Sie für das Norsk Folkemuseum unbedingt einen Plan am Informationsschalter mitnehmen.

10. Der Sognefjord

Bei dem Gedanken an „Norwegen“ sind es höchstwahrscheinlich Bilder weit ins Festland hineinragender Meeresarme, die vor Ihrem geistigen Auge entstehen. Und das auch nicht ohne Grund, prägen heutzutage doch unzählige Fjorde die Landschaft Norwegens. Dabei spielt es im Endeffekt keine Rolle, welchen Sie davon sehen – ein toller Anblick, der zum Foto-Knipsen einlädt, ist Ihnen garantiert.
Der größte mit einer Länge von über 200 Kilometern und einer Tiefe von knapp 1,5 Kilometern ist der Sognefjord. Das Gebiet rund um den Meeresarm lädt zum Besichtigen zahlreicher Stabkirchen und zum Erkunden der Landschaft ein. Nutzen Sie die Gelegenheit und schnuppern Sie auf einer Wander- oder Fahrradtour die frische Bergluft oder unternehmen Sie eine Kajakfahrt auf den Seen und Fjorden. Alternativ können Sie Schifffahrten buchen, welche die schönsten Wasserrouten abfahren: Halten Sie die Augen offen; Die Wasserfälle, kleinen Häuschen und die vielfältige Flora und Fauna Norwegens müssen Sie unbedingt gesehen haben.

Wer noch mehr über Norwegen lernen möchte, sollte in der Finnmark dem Treiben der Ureinwohner des Landes zusehen. Die sogenannten Samen zeichnen sich durch ihre große Verbundenheit zur Natur und ihre farbenfrohen Trachten aus.
Eines ist sicher: Schöne Landschaften, Sehenswürdigkeiten und leckeres Essen finden Sie überall auf der Welt. Allerdings ist es auch vielmehr die Einzigartigkeit und der Charme, die Norwegen zu dem machen, was es ist. Wer weiß, vielleicht ist es sogar der schönste Ort der Welt – machen Sie sich am besten selbst ein Bild!

Sybille Schäftner

Die TOP 10-Sehenswürdigkeiten in Norwegen 2017
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