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Was man bei Fernreisen beachten sollte, um gesund zu bleiben

Weltreise, Bild: unsplash

Fernreisen sind eine besondere Art des Urlaubs. Die Reisenden verlassen ihre gewohnte Umgebung von Familie, Arbeit und Sozialräume und begeben sich in eine Welt, in der Kultur und soziales Miteinander anders funktionieren. Eine Fernreise ist aufregend, vermittelt neue Eindrücke und erweitert den Horizont. Nicht zuletzt bedeutet sie körperliche und geistige Erholung vom stressigen Alltag. Doch damit die Fernreise ohne schlechte Gedanken und Sorgen stattfinden kann, sollten Reisende einige Vorkehrungen treffen, die ihre Gesundheit betreffen. Denn nicht immer finden sie die gleichen gesundheitlichen Standards im Zielland vor, wie sie hierzulande üblich sind.

Vor der Reise

Auslandskrankenversicherung

Bewohner Europas besitzen eine europäische Gesundheitskarte, mit der sie grundsätzlich in jedem Land der EU einen Gesundheitsschutz genießen. Dieser umfasst aber nicht zwangsläufig alle Leistungen, wie sie die Krankenkasse auch im Heimatland bietet. Besonders der Rücktransport, sollte eine Erkrankung einen normalen Flug unmöglich machen, ist eine Leistung, den die meisten Krankenkassen nicht tragen. Aus diesem Grund und bei Reisen in das außereuropäische Ausland ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung dringend anzuraten. Erkrankungen und Unfälle können zu jeder Zeit auftreten und passieren und nicht immer kann eine Behandlung warten, bis Reisende wieder zurück in der Heimat sind. Darüber hinaus begeben sich Urlauber in ein großes finanzielles Risiko, wenn sie ohne Auslandskrankenschutz verreisen. Bei anfallenden Behandlungen müssen sie alle Leistungen selber tragen. Besonders bei Krankenhausaufenthalten können hohe Summen entstehen. Dabei hilft es auch nicht, wenn man eine Spendenaktion später aufruft und Bärner Züpfe verkaufen würde. Die Spendensumme würde ohne helfende Medien nicht ausreichen.

Ausreichender Impfschutz

Besonders in tropischen Ländern gibt es eine Reihe von Krankheiten, die sehr ansteckend sind und gegen die wir uns hier in Europa nicht schützen müssen. Bei einer Fernreise ist es jedoch möglich, sich mit diesen Krankheiten anzustecken. Zwar sind sie meistens unkompliziert zu behandeln, jedoch kann ein Besuch beim Arzt oder ein kurzzeitiger Aufenthalt im Krankenhaus die Urlaubsstimmung gehörig vermiesen. Deswegen ist es wichtig, sich vor Antritt der Fernreise über im Reiseland vorherrschende Krankheitsrisiken zu informieren. Es ist empfehlenswert, sich umfassend beim behandelnden Hausarzt beraten zu lassen. Er kann außerdem Impfungen geben, um sich gegen typische Infektionskrankheiten im betreffenden Land zu schützen.

Der Flug

Thromboserisiko auf Flügen

Eine Fernreise ist meist mit einem mehrstündigen Flug verbunden. Je nach Flugzeugausstattung haben Passagiere nicht viel Bewegungsfreiheit an ihren Plätzen. Das kann besonders bei Risikogruppen das Risiko für eine Thrombose erhöhen. Durch die fehlende Bewegung ist die Blutzirkulation vor allem in den Beinen nicht mehr so gut und es können sich Blutgerinnsel bilden. Dem können Reisende vorbeugen, indem sie hin und wieder im Flugzeuggang auf und ab gehen und die Position ihrer Beine häufig ändern. Viele Airlines bieten zudem Sitze mit mehr Beinfreiheit an. Auf sehr langen Flügen sollten Reisende darüber nachdenken, Kompressionsstrümpfe zu tragen. Auch eine ausreichende Wasserzufuhr und das Tragen bequemer Kleidung sind vorteilhaft, um einer Thrombose vorzubeugen.

Der Jetlag

Bei einer Fernreise überqueren Reisende mit ihrem Flug meist mehrere Zeitzonen und werden bei Ankunft mit einer großen Zeitverschiebung konfrontiert. Dadurch kommt der Bio-Rhythmus des Körpers durcheinander, der sich nun auf eine andere Schlafenszeit einstellen muss. Der Körper reagiert dann mit typischen Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Auch die Verdauung kann Probleme bereiten und Durchfall tritt nicht selten auf. Um den Körper an die andere Uhrzeit im Zielland zu gewöhnen, sollten Reisende nicht zu ungewöhnlichen Zeiten essen und auch nicht am Tage schlafen. Es ist besser, bis zu der jeweils üblichen Uhrzeit im Reiseland durchzuhalten. Zwar ist der erste Tag im Urlaub dann anstrengender, jedoch gewöhnt sich der Körper dann schneller an die andere Zeitzone. Hilfreich ist auch, nicht ständig darüber nachzudenken, welche Uhrzeit es gerade in der Heimat ist, sondern die aktuelle Zeit des Urlaubslandes hinzunehmen.

Im Urlaub

Große Temperaturunterschiede

Für viele Menschen ist es verlockend, in den kalten Wintermonaten einen Urlaub in einem warmen Land zu verbringen. Besonders auf Fernreisen in tropische oder sonnige Gebiete muss der Körper bei der Ankunft einen großen Temperaturunterschied verkraften. Das kann sehr belastend sein, denn die Organe, die Haut und der gesamte Bio-Rhythmus sind auf Winterzeit eingestellt. Die Haut reagiert empfindlicher auf die UV-Strahlung und auch das Immunsystem kann verrücktspielen. Nicht selten werden Reisende von einer plötzlichen Erkältung oder einem Sonnenbrand bzw. Sonnenstich überrascht. Um den Körper nicht zu sehr zu belasten ist es hilfreich, am ersten Tag kein straffes Programm zu absolvieren. Urlauber sollten die Reise ruhig angehen lassen und sich nicht den kompletten Tag in der Sonne aufhalten. Weiterhin sollten sie Zugluft vermeiden und eine Sonnenbrille und möglichst eine Kopfbedeckung tragen.

Infektionskrankheiten

In manchen Ländern sind Infektionskrankheiten wie Hepatitis A und B sowie HIV und Geschlechtskrankheiten stark verbreitet. Hepatitis A überträgt sich vor allem durch verseuchte Lebensmittel und Toiletten. Hepatitis B und andere Infektionskrankheiten werden sexuell übertragen. Reisende sollten ihren Hausarzt vor Antritt des Urlaubs unbedingt um einen Impfschutz gegen Hepatitis A und B bitten. Darüber hinaus gilt es, im Reiseland vermehrt auf die eigene Hygiene zu achten und nicht in Restaurants zu essen, die unsauber wirken. Es existieren eine Vielzahl von Parasiten, nicht nur im Ausland, aber die Webseite erläutert dieses Thema näher. Bei sexuellem Kontakt gilt es, wie auch in der Heimat, sich unbedingt vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen.